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Die Smart Home Debatte

Die Smart Home Debatte

Küchendebatte als Smart Home Förderer

Als ich das erste Mal auf die Küchendebatte (1959) zwischen Chruschtschow und Nixon stieß, war ich wirklich fasziniert. Im Schatten des Technologiewettlaufs des Kalten Krieges fanden nämlich die ersten Schritte der Hausautomatisierung auf der internationalen Bühne statt. Im Rahmen des Kulturabkommens zwischen der Sowjetunion und der Amerikanischen Nationalen Ausstellung in Moskau wurde die Miracle Kitchen von Whirlpool ausgestellt. In dieser futuristischen Küche sollte jedes Gerät automatisiert, vernetzt und elektronisch gesteuert werden. So zum Beispiel ein Geschirrspüler, der durch die Küche wandert und die Teller auf den Tisch bringt, oder ein selbstfahrender Bodenreiniger.

 

Nixon präsentierte Chruschtschow die Wunderküche mit den Worten: "Sie ist wie die in unseren Häusern in Kalifornien".  Laut den Protokollen der New York Times forderte Chruschtschow den amerikanischen Präsidenten mit der Frage heraus: "Und haben Sie nicht eine Maschine, die das Essen in den Mund steckt und hinunterdrückt?"  In der Tat war ein großer Teil der Technologie zu weit fortgeschritten und funktionierte nicht richtig oder gar nicht. Nach Jahren stellte sich heraus, dass die Maschinen von jemandem gesteuert wurden, der hinter dem Doppelspiegel saß.  Offenbar war die Technik noch nicht ausgereift genug. Sechs Jahrzehnte später ist die Technologie ausgereift, aber sind die Verbraucher auch bereit?

Sind die Verbraucher bereit für die intelligente Haustechnik?

Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass Smart Home kein Fremdwort mehr ist. Dennoch sind die Meinungen über das intelligente Haus gemischt. Viele Marktforschungs- und Beratungsunternehmen versprechen einen Boom der Heimautomatisierung - McKinsey, IDC, Berg Insight, um nur einige zu nennen. Andererseits gibt es auch skeptische Stimmen, die auf Hindernisse bei der Einführung von Smart Home hinweisen. Nach Angaben von Guidehouse Insights ist die Umsetzung von Smart Home Technologien noch gering. Eindeutige Vorteile, wie etwa eine niedrigere monatliche Energierechnung dank intelligenter Thermostate, überzeugen viele Verbraucher nicht. Eine der Hürden ist die Tatsache, dass die Verbraucher von der Fülle der verfügbaren Produkte überfordert sind. Ganz zu schweigen von den Integrationsoptionen oder Technologie Upgrade Zyklen.

Viele Häuser verfügen bereits über Smart Home Geräte. Dennoch, wenn zum Beispiel Lampen und Überwachungskameras mit Diensten von Amazon, Apple und Google vernetzt werden, sind sie oft nicht miteinander kompatibel. Hier zeigt sich ein weiteres großes Hindernis. Der Mangel an gemeinsamen Standards. Das bedeutet, dass es keine gemeinsame Sprache zwischen den Geräten verschiedener Marken gibt.

Ist die Technologie also wirklich reif?

Mehr Kompatibilität für Smart Home Nutzer ist erforderlich. Matter (vorher Connected over IP) ist ein Projekt, das dieses Problem lösen soll. Google kündigte Ende 2019 an, dass man sich zusammen mit Apple und Amazon auf einen gemeinsamen wireless IoT-Standard für die Hausautomatisierung geeinigt hat. Bald sollen wir in der Lage sein, fast alle angeschlossenen Geräte mit allen Sprachassistenten zu überwachen und zu steuern. Der neue Standard soll bis Ende 2022 fertig sein.

Schließlich bedeutet die Tatsache, dass es den Standard geben wird, nicht, dass die Verbraucher die Geräte sofort nutzen werden. Viele Menschen zögern, sich auf ein intelligentes Gerät einzulassen, das die Gewohnheiten ihrer Familie verfolgen und aufzeichnen soll.

Wird das Wachstum von Smart Home kommen?

Die Wunderküche ist keine Propaganda mehr. Die Technologie scheint bereit zu sein. Die Smart-Home-Produkte bieten klare Vorteile, und heutzutage scheint es immer weniger Hindernisse zu geben, damit sie richtig funktionieren. Die Hersteller müssen die Verbraucher nur noch von ihrem einzigartigen Nutzenversprechen überzeugen. Das explosive Wachstum der Hausautomatisierung steht also noch bevor.

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